„Primark ist ein No-Go“ – Interviewserie „Wie wir konsumieren“

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Der Student Nils (21) achtet sehr auf seine Kleidung.

Der heutige Modekonsum ist ein polarisierendes Thema. Bis zu 12 Kollektionen werden jährlich auf den Markt gebracht und gekauft. Wir sprechen mit Nils über sein Kaufverhalten.

Nils studiert Sozialwissenschaften und Geschichte. Nach dem Studium möchte er in der Modebranche Fuß fassen. Mode ist ihm wichtig. Für ihn ist der Kauf von Kleidung ein Understatement. Er will gut aussehen. Der Preis steht dabei an erster Stelle: „Wenn ein Teil schlecht verarbeitet, aber sehr teuer ist, kaufe ich es nicht.” Demnach achtet Nils sehr darauf, wo er seine Kleidung kauft: „Primark ist ein No-Go. Oder auch New Yorker”, sagt er mit einem verärgerten Gesichtsausdruck.

Insgesamt geht der Student alle zwei Monate in die Stadt, um seinen Kleiderschrank neu zu bestücken. Am meisten Geld gibt er für Jacken und Mäntel aus.

Was jeder Mann im Kleiderschrank haben sollte

Für Nils sollte jeder Mann Jeans, Hemden, Schnürboots, Sackos und einen Schal besitzen. „In erster Linie möchte ich gut aussehen. Was andere über meine Kleidung denken, ist mir nicht so wichtig”, sagt er mit einem Grinsen auf dem Gesicht, „aber das ist ja auch immer subjektiv.”

Der Student hat nur Kleidung im Schrank, die er auch trägt. Reparaturen seiner Anziehsachen nimmt er dabei auch vor, vorausgesetzt, er hat eine emotionale Verbindung zu ihnen und keine Alternative zur Hand. Insgesamt steht er seinem Modekonsum neutral gegenüber. Er fügt dann aber doch noch hinzu: „Könnte manchmal weniger sein.”

Dieser Artikel ist im Rahmen des Seminars „Magazin: Stoff, Mode und Konsum – ein kritischer Diskurs“ an der Universität Bielefeld unter der Leitung von Susanne Beckmann entstanden. Er ist Teil der Interviewserie „Wie wir konsumieren“.

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